Erste Schritte mit BIM

Erste Schritte mit BIM BIM-Modell

Der Einstieg in Building Information Modeling (BIM) kann zunächst herausfordernd erscheinen. Doch mit der richtigen Strategie und Vorbereitung wird Ihr erstes BIM-Projekt ein Erfolg.

In diesem Kapitel des BIM-Leitfadens für Einsteiger zeigen wir Ihnen, welche Schritte für den erfolgreichen Start erforderlich sind – von der Definition Ihrer Ziele bis zur Festlegung des optimalen Workflows.

Schritt 1: BIM einführen – keine Angst vor Veränderungen

Obwohl BIM zahlreiche Vorteile bietet, zögern viele Architekturbüros und Bauunternehmen, BIM-Workflows in ihre Projekte einzubinden.

Eine häufige Sorge im Zusammenhang mit BIM ist die Komplexität der Einarbeitung. Benutzerfreundliche Software und zahlreiche Schulungsangebote erleichtern den Einstieg jedoch erheblich. Die langfristigen Vorteile überwiegen die anfängliche Lernkurve und machen die Investition lohnenswert.

Häufige Sorgen sind auch Interoperabilität und Workflows für die Zusammenarbeit. BIM ist jedoch so konzipiert, dass es sich nahtlos in eine Vielzahl von Programmen integrieren lässt und so die Produktivität steigert, ohne die eingespielten Arbeitsabläufe zu stören.

Auch wenn die Implementierung von BIM eine Anfangsinvestition erfordert, sind die langfristigen Einsparungen und Vorteile unbestreitbar. BIM-Workflows rationalisieren Projekte, reduzieren Fehler und verbessern die Kommunikation, was zu erheblichen Kosteneinsparungen führt. 

Der ComputerWorks-Leitfaden zur Einführung von BIM im Unternehmen ermöglicht es Ihnen, Ihre bestehenden Abläufe ganz konkret den Zielen gegenüberzustellen, die Sie durch die Einführung von BIM erreichen wollen. Auf dieser Grundlage lässt sich ein konkreter Transformationsplan für die Implementierung von BIM in Ihr Unternehmen entwickeln. 

Schritt 2: Klare Ziele setzen

Bevor Sie mit BIM starten, sollten Sie sich fragen: Wie soll Ihre Arbeit in sechs Monaten aussehen? In einem Jahr? In fünf Jahren? Und: Welche Probleme wollen Sie mit BIM lösen?

Die Antwort resultiert häufig aus der Motivation, sich überhaupt mit BIM zu befassen: komplexe Arbeitsabläufe bewältigen, eine bessere Entwurfsqualität, weniger Fehler und Nacharbeit usw. Seien Sie dabei möglichst konkret! 

  • Möchten Sie die Projektlaufzeiten um 20% verkürzen?
  • Ist das Änderungsmanagement zu langwierig? Soll der Zeitaufwand dafür um ein oder sogar zwei Drittel verringert werden?
  • Wie lassen sich die Entwurfsqualität verbessern und Fehlerquoten reduzieren, um Nacharbeiten zu vermeiden?

Auf diese Weise können Sie Ihre Fortschritte auf dem Weg zum Gesamtziel messbar machen. Ein strategischer Plan für die Einführung von BIM hilft Ihnen, um zu beurteilen, wo Ihr Unternehmen derzeit mit BIM steht und die nächsten Schritte zu bestimmen. Wichtige Fragen dabei sind:

  • Wie wird sich die Umstellung auf das Endergebnis auswirken?
  • Eignet sich unsere aktuelle Software und Hardware für BIM?
  • Verfügen wir über das nötige Know-how oder brauchen wir Schulungen?
  • Sind wir bereit, uns auf diesen ungewohnten Prozess einzulassen?
  • Wie lassen sich unsere bestehenden Standards/Bibliotheken übertragen?
  • Haben wir klare Erwartungen und Ziele, um diesen Wandel erfolgreich zu gestalten?

Die Antworten auf diese Fragen bilden die Grundlage für Ihren Plan zur BIM-Einführung und ermöglichen es Ihnen, Ihre Ziele klar zu definieren.

Schritt 3: Von erfolgreichen BIM-Projekten lernen

Ein bewährter Weg, die BIM-Lernkurve zu verkürzen ist, von den Erfahrungen anderer Unternehmen zu lernen.

Nutzen Sie bestehende BIM-Dateien, um zu verstehen, wie die Dateistruktur für erfolgreiche BIM-Projekte aussehen könnte. Die Vectorworks University enthält mehrere BIM-Beispieldateien, die Sie kostenlos herunterladen können (z. B. Gebäudemodell eBKP-H oder Wohnbebauung WB4). Anhand dieser Projekte erhalten Sie wertvolle Informationen dazu, wie eine aufgrund der BIM-Modellierungsrichtlinien aufgebaute Datei aussieht.

BIM-Gebäudemodell zur Kostenberechnung nach eBKP-H

Beispielprojekt, das aus der Vectorworks University heruntergeladen werden kann. 

 

Schritt 4: Klein anfangen und schrittweise ausbauen

Der beste Weg, BIM in Ihren Arbeitsalltag zu integrieren, ist ein sanfter Einstieg: Starten Sie mit einem kleinen Projekt, das sich in der Anfangsphase befindet. Üben Sie intern, ohne sofort BIM-Anforderungen an Ihr Team zu stellen. Entwickeln Sie eigene BIM-Standards, bevor externe Anforderungen hinzukommen.

Wenn Sie mit den BIM-Workflows vertrauter sind, können Sie mit den späteren Projektphasen beginnen, in denen Sie die Vorteile von BIM wirklich nutzen können.

Schritt 5: Fortschritte dokumentieren

Denken Sie daran, dass die Einführung von BIM ein kontinuierlicher Lernprozess ist. Daher ist es am besten, Ihre Fortschritte festzuhalten, um Verbesserungsmöglichkeiten zu erkennend. Verwenden Sie Diagramme, um Erfolge und Herausforderungen sichtbar zu machen. 

Bei jedem BIM-Projekt werden Anpassungen nötig sein. Lernen Sie daraus, um Ihre BIM-Strategie stetig zu optimieren 

Nutzen Sie Ihre definierten Ziele (siehe Schritt 2), um zu messen, wie erfolgreich Ihre BIM-Implementierung verläuft.

Ressourcen für den BIM-Einstieg mit Vectorworks

  • Wenn Sie auf der Suche nach einer Hilfestellung für Ihren BIM-Einstieg sind, sollten Sie sich unseren BIM-Leitfaden Architektur ansehen.

  • ComputerWorks bietet zahlreiche Schulungen zu den Themen BIM, Gebäudeplanung und Projektorganisation an.